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Über The Jazz Animals

Es gibt nicht viele sinnstiftende Synonyme für den Jazz, die meisten von ihnen sind bloß Behauptungen und umschreiben bestenfalls eine seiner vielen Stilrichtungen oder bleiben ganz erschreckend unoriginell wie etwa "popular music genre". Das wohl passendste aller Synonyme fehlt in allen Listen: Blue Note Records.

Das ohne Abstriche und Gegenstimmen einflussreichste Jazzlabel der Musikgeschichte feiert in diesem Jahr seinen 80. Geburtstag, auch wenn dieses Datum noch nicht der Beginn der großen Erfolgsgeschichte im Genre Jazz wurde. Zunächst nämlich nahmen die Freunde Alfred Lion und Francis Wolff Boogie-Woogie-Sessions der Pianisten Albert Ammons und Meade Lux Lewis auf. Aber dennoch ist der runde Geburtstag natürlich eine treffliche Gelegenheit, an die beiden aus Deutschland nach New York emigrierten Herren und ihr im Rückblick überwältigendes Werk zu erinnern.

Das fand auch Siggi Loch, selbst Gründer des Jazzlabels ACT, der die Blue Note-Gründer noch persönlich kannte und zu seinem Vorbild machte – und kuratierte deshalb eine Band, die ohne Zweifel in der Lage ist, die epochalen Jahre von Blue Note bis zur Mitte der Sechziger Jahre in ein Programm zu gießen, welches einen ähnlich weiten und virtuos geschwungenen Bogen schlägt wie die Künstler von Blue Note. Der beginnt mit einem Kurzauftritt des Hamburgers Axel Zwingenberger, der am Piano in die frühen Jahre seiner Karriere zurückkehrt und die zu Unrecht von der Jazz-Polizei gern belächelte Kunst, den Boogie zu spielen, ins rechte Licht zurückholt. Immerhin war das nicht nur die Geburtsstunde des "Nachkriegs-Jazz", sondern auch der Vater des Rock'n'Roll, auch wenn leider dessen Plagiator Bill Haley als erster Großverdiener des Genres in die Geschichte einging.

Für seine Retrospektive hat Siggi Loch nun den Saxophonisten Émile Parisien zum Bandleader erkoren, sein Begleitquintett besteht aus Theo Crocker (Trompete), Glenn Ferris (Posaune), Yaron Herman (Piano), Joe Martin (Bass) und Gerald Cleaver (Drums). Als Special Guest wird noch der Saxophonist Benny Golson mit von der Partie sein, was getrost eine kleine Sensation genannt werden darf. Der Musiker, am 25. Januar dieses Jahres 90 Jahre alt geworden, war noch aktiv in der goldenen Ära von Blue Note beteiligt, sein lyrisch warmer Ton ist, hier einmal stellvertretend für seine stilprägenden Kompositionen und Interpretationen genannt, auch auf dem 1958 entstandenen Meilenstein "Moanin'" von Art Blakey's Jazz Messengers zu hören.

Der Bandname von Parisiens Projekt, Jazz Animals, macht jenen Nickname zum Titel, der einst Lion und Wolff verliehen wurde. Zwar gemahnt er nebenbei auch noch an besagte Stammbaumlinie zum Rock'n'Roll, "aber wir sind", sagt Parisien, "doch eher dem Jazz verpflichtet". Allerdings sei zu bedenken, dass dieser sogar in der damaligen Zeit "durchaus seine Einflüsse hatte, und manche davon entstammen dann sogar der Rockmusik. Außerdem braucht man für jede Art Musik den Rückgriff auf das Tier in sich, um sie glaubhaft auf eine Bühne zu bringen". Für einen Jazzmusiker wie ihn, für eigentlich jeden Jazzmusiker, sagt Parisien, sei zudem das Werk unter dem Namen Blue Note "im Grunde die wahre Bibel".

Die Jazznights Tour 2019 macht unter dem Titel "It must schwing" u.a. im Berliner Admiralspalast Halt. Tickets für diesen einmaligen Jazz-Abend gibt es hier bei Ticketmaster.

Jazz Animals Tickets gibt es bei Ticketmaster.