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25. September 2020 bis 24. Januar 2021 / Hamburger Kunsthalle

Max Beckmann. weiblich-männlich

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Infos

Über die Ausstellung "Max Beckmann. weiblich-männlich" in Hamburg

Max Beckmann (1884 – 1950) ist einer der großen Künstler der Moderne und gilt als kraftvoller Interpret der Welt und seiner Zeit. Sein Hauptinteresse galt dem Menschen. Die Ausstellung untersucht erstmals die zahlreichen, oft widersprüchlichen Rollen von Weiblichkeit und Männlichkeit in seiner Kunst. Die rund 140 gezeigten Gemälde, Plastiken und Werke auf Papier machen die Breite und gesellschaftliche Relevanz des Themas der Geschlechter erfahrbar und ermöglichen ein tieferes Verständnis Beckmanns facettenreicher, sinnlicher Kunst. Seine Selbstdarstellungen und Doppelbildnisse, die Porträts von Männern und Frauen seiner Zeit sowie mythologische und biblische Figurenbilder machen Grundkonstanten menschlichen Zusammenseins eindrucksvoll erfahrbar: Begehren, Hingabe, Werben, Zurückweisung, Abhängigkeit, Widerstreit, Freiheitsdrang und Verschmelzung.

Der umfangreiche Beckmann-Bestand der Hamburger Kunsthalle wird dafür um wichtige Leihgaben aus privaten und öffentlichen Sammlungen im In- und Ausland – darunter der Nachlass Beckmann, das Saint Louis Art Museum, die Harvard Art Museums und das Stedelijk Museum in Amsterdam – bereichert.

Tipp: Laden Sie sich schon vor ihrem Besuch die APP der Hamburger Kunsthalle herunter mit einer spannenden Audiotour zu den Highlights der Ausstellung: www.hamburger-kunsthalle.de/app

Beckmann schrieb Geschlechterrollen fest und öffnete sie zugleich, er fand Zartheit in Frauen- und in Männerfiguren, Schlagkraft in der Heldin wie im Helden. Fasziniert von den Mythen verschiedenster Kulturen, kannte er die uralte Vorstellung, dass Frau und Mann aus einem einzigen, androgynen Geschlecht hervorgingen, nach dessen Einheit man sich auf ewig zurücksehnt. Darüber hinaus las und kommentierte er zeitgenössische, bis heute diskutierte Schriften von Carl Gustav Jung und Otto Weininger, die Individualität als Verbindung von weiblichen und männlichen Anteilen erklärten. Von sich selbst zeichnete Beckmann aber gern das Bild eines mannhaft entschlossenen Weltendeuters, das bis heute die Wahrnehmung seines Werks dominiert und sich einem offeneren Verständnis seiner vielschichtigen Kunst entgegenstellt.

Die Ausstellung wird von einem reich bebilderten wissenschaftlichen Katalog begleitet (Prestel Verlag, München), von einem Audioguide und regelmäßigen thematischen Führungen. Eine multiperspektivische Betrachtungsweise und der gemeinsame Dialog vor Ort in der Ausstellung zwischen der Kuratorin, weiteren Expert*innen (z. B. der Genderforschung) und den Besucher*innen stehen im Zentrum des Vermittlungsangebots. Seminare zur Verkostung von Champagner, dem Lieblingsgetränk Beckmanns, runden das Programm ab.

Die Ausstellung "Max Beckmann. weiblich-männlich" bildet im Jahr 2020 einen Höhepunkt im Programm der Hamburger Kunsthalle. Sie führt eine Reihe vielbeachteter Präsentationen zur Kunst Beckmanns fort, darunter Selbstbildnisse (1993), Landschaft als Fremde (1998) und Die Stillleben (2014).

FAQ

Erwachsene zahlen 14€ Eintritt, ermäßigte Tickets für 8€ gibt es für Schüler*innen, Auszubildende, Studierende, FSJler bis 29 Jahre, Senior*innen, ALG I und ALG II-Empfänger*innen, sowie Schwerbehinderte (ab GdB 50).

Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren können die Max Beckmann Ausstellung kostenlos besuchen.

Das Max Beckmann Zeitfenster-Ticket ist auch für die anderen Ausstellungen in der Hamburger Kunsthalle gültig.

Aufgrund der aktuellen Sicherheits- und Hygienemaßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus darf sich nur eine begrenzte Anzahl an Personen gleichzeitig in der Max Beckmann Ausstellung in Hamburg aufhalten. Damit die Besucher*innenanzahl nicht überschritten wird, ist der Einlass in zweistündige Zeitfenster unterteilt, damit in der Hamburger Kunsthalle überall die nötigen Abstände eingehalten werden können und keine Warteschlangen entstehen. Im Anschluss an den Eintritt können Sie sich so lange in der Ausstellung aufhalten, wie Sie möchten.

Folgende Zeitfenster stehen zur Wahl:

  • 10 bis 12 Uhr
  • 12 bis 14 Uhr
  • 14 bis 16 Uhr
  • 16 bis 17:30 Uhr

Die Zeitfenster gelten nur für den Einlass in die Max Beckmann Sonder-Ausstellung. Vor oder nach dem Besuch der Ausstellung in der Haspa Galerie können mit dem Max Beckmann Ticket auch die anderen Ausstellungen in der Hamburger Kunsthalle besucht werden.

Dienstag bis Sonntag hat die Hamburger Kunsthalle von 10 bis 18 Uhr geöffnet, donnerstags bis 21 Uhr. Montags ist die Kunsthalle geschlossen. Für die genannten Öffnungszeiten müssen im Vorfeld Online-Tickets für die Ausstellung erworben werden.

Die Sonderausstellung "Max Beckmann. weiblich-männlich" ist vom 25. September 2020 bis 24. Januar 2021 in der Hamburger Kunsthalle zu sehen.

Ja - über die offizielle App der Kunsthalle gibt es einen Audioguide mit vielen Informationen zu den Bildern der Max Beckmann Ausstellung. Am besten im Vorfeld des Besuchs hier im Google Play Store oder hier im iOS App Store herunterladen und mit den eigenen Kopfhörern durch die Ausstellung gehen.

WLAN vor Ort gibt es natürlich auch: Einfach in das Netzwerk "Hamburger Kunsthalle" vor Ort einwählen.

Mehr Infos gibt es unter www.hamburger-kunsthalle.de/app

Ja, jeden Samstag um 15 Uhr findet eine öffentliche Führung durch die Max Beckmann Ausstellung in der Hamburger Kunsthalle statt. Es ist keine vorherige Anmeldung nötig.

Die Ausstellung "Max Beckmann. weiblich-männlich" ist in der "Haspa Galerie" im 2. OG der Galerie der Gegenwart in de Hamburger Kunsthalle sehen. Die exakte Adresse lautet:

  • Glockengießerwall 5
  • 20095 Hamburg

Die Hamburger Kunsthalle befindet sich in unmittelbarer Nähe des Hauptbahnhofs. Mit dem öffentlichen Nahverkehr und Fernverkehr ist die Ausstellung sehr gut zu erreichen.

Anfahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln

  • Mit der U-Bahn: U1 / U2/ U3: Haltestelle Hauptbahnhof
  • Mit der S-Bahn: S1 / S2 / S3 / S11 / S21 / S31: Haltestelle Hauptbahnhof
  • Mit dem Bus: Linie 112: Haltestelle Hamburger Kunsthalle

Anfahrt mit dem Auto

Von der A1, A7 und A24 fahren Sie Richtung Zentrum. Die Hamburger Kunsthalle liegt direkt neben dem Hauptbahnhof. Eine kostenpflichtige Tiefgarage befindet sich unter der Galerie der Gegenwart, Einfahrt am Ferdinandstor (max. Höhe 1,95 m).

  • Max Beckmann: Bildnis einer Rumänin, 1922, Leihgabe der SHK
  • Max Beckmann: Selbstbildnis Florenz, 1907, Leihgabe Nachlass Beckmann
  • Max Beckmann: Odysseus und Kalypso, 1943, Hamburger Kunsthalle

© VG Bild-Kunst, Bonn 2020, Fotos: E. Walford