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Über Berliner Oratorienchor

Im Herbst 2020 lässt der Berliner Oratorien-Chor selten erklingende Chorwerke von Richard Strauss und Walter Braunfels aufleben – ergänzend erklingt das von Strauss begonnene und nun fertiggestellte Werk „Besinnung“ in Weltpremiere.

Am 22. November 2020 wird in der Philharmonie Berlin ein einzigartiges Programm dargeboten. Die Umbrüche, welche Europa im 20. Jahrhundert erlebte, werden musikalisch reflektiert. Anlass dazu bieten zwei Gedenktage: Das Ende des zweiten Weltkriegs vor 75 Jahren und die Deutsche Wiedervereinigung vor 30 Jahren.

Richard Strauß vertonte 1903, angepasst an die Erfordernisse der Kaiserzeit, die patriotische Ballade „Taillefer“ (Ludwig Uhland). Fast ein halbes Jahrhundert und zwei Weltkriege später arbeitete der nun gestandene und zurückgezogen lebende Komponist an seinem letzten Werk: „Besinnung“ (1949). Dieses Werk, entstanden auf der Grundlage des gleichnamigen Gedichtes von Hermann Hesse, blieb unvollendet. Dirigent und Komponist Thomas Hennig erhielt nun von der Familie Strauss die Erlaubnis, diese Skizzen zu vervollständigen. Die späte Vollendung des Werkes des Jahrhundertkünstlers Richard Strauß erlebt in diesem Konzert ihre weltweite Uraufführung.

In der zweiten Hälfte des Konzerts erklingt das heute selten aufgeführte „Te Deum“ (1922) von Walter Braunfels. Der aus einer jüdischen Familie stammende Protestant konvertierte nach seinen Erlebnissen im ersten Weltkrieg zum Katholizismus. Die Realität der erlebten Schrecken des Krieges und die Frage nach einem übergeordneten Sinn verarbeitete er in diesem Werk. Das „Te Deum“ war mit seinerzeit 110 Aufführungen höchst erfolgreich. Mit der Machtübernahme der Nationalsozialisten geriet der Komponist in Missgunst. Sein Werk fiel in Vergessenheit. Nach dem Ende des zweiten Weltkrieges wurde Braunfels von Konrad Adenauer mit dem Wiederaufbau der Kölner Musikschule beauftragt. Sein künstlerisches Schaffen wird allerdings erst seit wenigen Jahren wiederentdeckt.

Den Abend gestaltet der Berliner Oratorien-Chor gemeinsam mit dem Rodenkirchener Kammerchor (Köln), dem Kammerchor Fortis (Sankt Petersburg) und den Berliner Symphonikern unter der Leitung von Thomas Hennig. In den Solopartien sind Yvonne Friedli (Sopran) und Hans-Georg Priese (Tenor) zu hören.

Berliner Oratorienchor Tickets gibt es bei Ticketmaster.