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Christian Redl- Louise

17 Mär
2017
Fr
21:00
Die Veranstaltung wurde abgesagt

Findorffstraße 21 27726 Worpswede

Verkaufsstart:
Beginn Do, 15.09.16 10:24

Zeitangaben in MEZ

Veranstaltungs-Information

Veranstaltungs-Information

Entspannt dehnen sich die Töne der Gitarre. Lassen sich auf
einem voluminösen akustischen Basston nieder. Konturieren
hier eine Harmonie, verdicken sich dort zu einem dunklen
Feedback. Eine Stimme mischt sich ein. Sanft und unaufgeregt
erzählt sie mehr als sie singt. Beiläufi g und selbstverständlich erzählt
sie vom Leben jenseits der bürgerlichen Anstandszonen, erzählt von
ganz nah, unverfroren körperlich und direkt.
Es singt: Christian Redl, als Schauspieler ein Mann für die düsteren,
die Schattenseiten des Lebens, wo die Körper walten und
vergehen, wo sie in Gewalt oder Zärtlichkeit aufeinanderstoßen.
Wo das Leben nicht geschönt ist und klischiert, sondern so ist, wie
es ist. Nach Jahrzehnten auf den großen Theaterbühnen hat sich
Christian Redl zuletzt als „Kommissar Thorsten Krüger“ in den
„Spreewaldkrimis“ auch dem ganz großen Fernsehpublikum vorgestellt.
Nun singt er Balladen von François Villon, wieder einmal.
„Louise“ heißt das Album, das er dem Thema widmet.
Redl und Villon, das ist eine lange Geschichte, 50 oder noch mehr
Jahre lang. Klaus Kinski war der Auslöser. Dieser hatte in den 60er
Jahren Schallplatten mit Gedichten von François Villon aufgenommen.
Expressiv, intensiv, fast schon übertrieben. Für Christian Redl,
1948 in Schleswig geboren, traf genau das den richtigen Ton. Er sei
damals ein „melancholischer, düsterer Geselle gewesen“, so Redl,
„mit einem starken Interesse an den grundsätzlichen Fragen.“ Er
fand sich wieder in Kinskis Vortrag vor allem aber in Villons Texten,
beziehungsweise den sehr freien Nachdichtungen des Dichters
Paul Zech aus dem frühen 20. Jahrhundert.
In einer einfachen, vor allem aber zeitlosen Sprache hat Zech
Villons Lebenshunger und seine Schwermut ins Deutsche übertragen,
seine Sehnsucht nach Freiheit, Leben und Liebe, sein Hadern
und Zweifeln, aber auch seinen finsteren Humor und treffsicheren,
lakonischem Witz. Diese Texte sind so etwas wie die Urform der
Pop-Poesie, der Vagant und Bandit Villon ein um gut 500 Jahre verfrühter
Urahn von Bob Dylan, bevor er im Alter von 31 Jahren von
der Bildfläche verschwand. Christian Redl jedenfalls war infiziert
– und ist es bis heute geblieben.
Dreizehn Lieder hat Christian Redl auf „Louise“ versammelt. Die
Aufnahmen sind getragen von einem radikalen Minimalismus.
Nichts wird forciert, nirgends drücken Redl und seine Musiker auf
die Tube. So geht eine große Ruhe von diesen Liedern aus. In Endlosschleife
möchte man sie hören, ganz hineinsinken in die Gelassenheit,
die diese Musik ausstrahlt. Und dann diese Stimme, die
tief berührt und allem Vergehen und allem erzählten Übel zum Trotz
immer auch etwas Tröstendes, ja geradezu Heiteres ausstrahlt, die
in ihrer Beiläufigkeit und ihrem tiefen Ton an Leonard Cohen oder
Nick Cave erinnert.
In einem Rutsch und in nur wenigen Tagen habe man das Album aufgenommen,
so Redl. Ein Glücksfall, sei das gewesen. Im Studio habe
einfach alles gepaßt. Fast anstrengungslos habe man gemeinsam für
die einzelnen Lieder den jeweiligen musikalischen Ausdruck gefunden.
Und das dann sehr konzentriert auf den Punkt gebracht. Trotzdem habe
er, so Redl, selten mit so einer Leichtigkeit gearbeitet. Fast magisch sei
das gewesen. Auf der Platte ist das zu hören. In der Tat, ein Glücksfall.

Vermittelt im Auftrag von:
Music Hall Worpswede e. V., Findorffstr. 21, 27726, Worpswede, Deutschland

Ticket-Limit: 10
  • Preisgruppe 1

    26.00 EUR*

    (Endpreis zzgl. Versand)

* Angezeigte Ticketpreise verstehen sich zzgl. Versandgebühr. Im Ticketpreis inkludiert sind gesetzl. MwSt., Vorverkaufsgebühr, Spielstätten- und ÖPNV-Gebühren wo zutreffend sowie Buchungsgebühr von 1.00 EUR.

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